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Ausstellung in der Unterfahrt
ab 1. August 1999

Neue Musikerbilder von
Volker Kurz

Transparente Konturen aus Wachs aquarelliert
mit leuchtenden, sommerlichen Farben werden zu Musikerszenen. Zu sehen sind auch Drucke, auf deren farbigen Flächen Schnurlinien Figuren zeichnen

Vernissage ist am 
Sonntag, 01
. August 1999,19.00 Uhr.

Die Musikerportraits von Joseph Werkmeister sind durch Bilder von Volker Kurz ersetzt worden, der sich schon durch zwei Ausstellungen in der "alten Unterfahrt" einen Namen gemacht hat.

Diesmal schmücken großformatige Wachs-Aquarelle und kleinerformatige Schnurdrucke die Club-Wände. Allen Bildern gemeinsam ist das Thema: JAZZ.

Bei den Aquarellen werden die Konturen mit flüssigem Wachs gezeichnet. In den dadurch begrenzten Flächen breiten sich leuchtende Aquarellfarben aus, sie mischen sich, fließen ineinander- bis zu den Grenzen der transparenten Wachslinien. Besondere Leuchtkraft, ähnlich farbiger Kirchenfenster, erlangen die Bilder, wenn sie von der Rückseite durchleuchtet werden.

Bei den in geringer Auflage hergestellten Drucken werden in einem ersten Druckvorgang mittels eines Druckstockes aus Holzplatten farbige Flächen aufgebracht. Diese bilden die Zentren der Figuren und Gegenstände, welche durch Schnurlinien angedeutet werden. Sie werden in einem zweiten Druckvorgang auf Papier geprägt. Als Druckstöcke werden hierfür Platten mit aufgeklebten Paketschnüren verwendet. Mit diesen Drucken sollen floskelhaft nur durch ein paar Farbflecken und wenige Linien Situationen und Ideen dargestellt werden, wobei die Struktur der Schnüre mit ihren Kurvenlinien als Gestaltungsmittel ihren Reiz ausübt.

Volker Kurz, geb. 1942 in Berlin, von Beruf Jurist, hatte erste Kontakte mit der Malerei im Schulalter, als er Unterricht nehmen durfte bei Kunstmalern, die zum Freundeskreis der Familie zählten. Ein umgestürzter Lindenbaum im eigenen Garten regte ihn zu Holz-Schnitzarbeiten an. Es entstanden großformatige Tier- und Fabelwesen, Schaukelpferde für die eigenen Kinder und allerlei brauchbare Gegenstände. Als geigenspielender und trompetender Musikant reizte ihn dann auch der Instrumentenbau. Streichinstrumente in allen Größen und Arten von der Pochette über Rebek, Viola d´Amore, Viola da Spalla, Geigen, Bratschen und Drehleiern bis zum Kontrabaß entstanden - außerdem krumme Zinken. Wegen der Originalpläne von alten Musikinstrumenten war kein Musikinstrumentenmuseum in Europa vor ihm sicher! Doch all die Jahre war der Aquarellblock immer dabei. Angeregt durch die häufigen Besuche in der Unterfahrt entstanden die Jazz-Bilder, die noch bis zum 19. September 99 hängen.

Anschließend werden Ölgemälde der australischen Malerin Anne Pincus zu sehen sein, die seit 4 Jahren in München lebt und in einem vom Münchner Kulturreferat zur Verfügung gestellten Atelier in der Goethestraße g34 arbeitet.

Preise der Bilder:
Aquarelle o.R. DM 350,--
Schnurdrucke o.R. DM 200,--
Kontakt: Fon und Fax Volker Kurz: 08142-60326

Frühere Ausstellungen
Volker Kurz
 
Kathleen Canady